Hottingen

Mit ihrer mächtigen Kuppel drückt die reformierte Kreuzkirche in Zürich-Hottingen den "Gedanken von göttlicher Einheit" aus und gleichzeitig das Selbstbewusstsein des Hottinger Bürgertums um 1900.

Den Architekten Otto Pfleghard und Max Haefeli gelang 1905 mit diesem Bau auf dem Hügel oberhalb des Römerhofs eine überzeugende Synthese von Louis-seize bis Jugendstil. Sie löst die Alte Kirche zum Kreuz ab, die einst am Kreuzplatz stand. Die Kirche mit dem Grundriss in Form eines gleichschenkligen Kreuzes besticht durch ihre Eleganz und Leichtigkeit. Wer sie betritt, wird durch den Mittelgang auf das Zentrum mit Abendmahlstisch, Kanzel und Orgel verwiesen. Von dort aus wird, nach gut reformierter Tradition, das Wort Gottes verkündigt und gefeiert.

Zugleich sieht der Besucher den Wandfries von den Jungfrauen, die ihn an die eigene Wachsamkeit während des Gottesdienstes gemahnen. Durch die radiale Anordnung der Bänke bekommt der Besucher nie das Gefühl, er sei weitab vom Geschehen. Grosse, lichtdurchlässige Fenster lassen den Raum hell und einladend erscheinen und verleihen ihm eine festliche Atmosphäre.

Kreuzkirche erbaut 1902 - 1905

Erbaut 1902-1905, Architekten Otto Pfleghard und Max Haefeli, Aussenraum: Evariste Mertens


Die Kirche ist unter der Woche täglich geöffnet, von morgens um 9.00 Uhr bis abends ca. 17.00 Uhr. Sie lädt ein zum Verweilen, zu einem Moment der Stille und der Ruhe, abseits des Getriebs der Büros und Kliniken der Umgebung. Manchmal hört man Orgelklänge.